Der Wundklee, auch Echter oder Gewöhnlicher Wundklee genannt, ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Gattung der Wundklee-Arten. Sein Name leitet sich vom lateinischenvulnerarius(„wundheilend“) ab und weist auf seine frühere Verwendung in der Volksmedizin zur Behandlung von Wunden und als Hustenmittel hin.

Die Pflanze wird etwa 5 bis 40 cm hoch und besitzt aufrechte bis aufsteigende Stängel sowie ein kurzes, verzweigtes Rhizom. Auffällig sind die dichten, kugeligen Blütenköpfe mit goldgelben bis orangefarbenen, manchmal rötlichen Blüten. Der Kelch ist weiss behaart und wirkt nach der Blüte aufgeblasen. Die Blütezeit kann von April bis September reichen. Die Blätter sind gefiedert, wobei das Endblättchen meist deutlich größer ist als die seitlichen.

Der Wundklee ist eine sehr formenreiche Art mit vielen Unterarten und Variationen in Aussehen und Behaarung. 

Die Pflanze ist in ganz Europa sowie in Nordafrika und Vorderasien verbreitet. Sie wächst bevorzugt auf trockenen, sonnigen Standorten wie Trockenwiesen, Böschungen oder Dünen, meist auf kalkhaltigen Böden, und kommt von der Ebene bis ins Hochgebirge vor.

Ökologisch ist der Wundklee eine wichtige Pionierpflanze: Als Tiefwurzler mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien stabilisiert er Rohböden und wird deshalb oft zur Begrünung eingesetzt. Bestäubt wird er vor allem von langrüsseligen Insekten wie Hummeln (z. B. Waldhummel), da seine Blüten nur für diese zugänglich sind. Seine Samen werden hauptsächlich durch den Wind verbreitet. Durch Überdüngung und den Rückgang extensiver Weiden wird er jedoch seltener.

In der Volksmedizin wurde der Wundklee wegen seiner Inhaltsstoffe zur Wundheilung und gegen Husten eingesetzt. Zudem galt er früher als Schutz- und Zauberpflanze und besitzt zahlreiche volkstümliche Namen, was seine frühere Bedeutung widerspiegelt.

Quelle: Wikipedia